Selten sind Dinge völlig eindeutig. Auch beim Kartenlegen und Tarot ist die Interpretation des Ergebnisses ausschlaggebend für die Antworten und Lehren, die aus einer Legung gezogen werden. Die Wahrheit ist vom Blickwinkel des Betrachters abhängig, ganz besonders wenn es um Esoterik, Religion und Philosophie geht. Dennoch weisen die theoretisch unendlichen Möglichkeiten der Auslegung von Karten überraschend viele Gemeinsamkeiten auf.
Die hier nutzbare Tarotdeutung bietet online legbare Skatkarten, interpretiert nach dem Muster des Tarots - so wie alle anderen Deutungen der Tarot-Kategorie dieser Seite. Das Besondere an dieser Legung ist die gegensätzliche Erklärung. Jede Karte wird aus positiver und aus negativer Sicht ausgelegt.
Die erste Karte zieht man für sich selbst. Hier geht es um eigene Einstellungen, Wünsche und Befürchtungen während der Partnerschaft.
Die zweite Karte gibt entsprechende Gedanken, Hoffnungen und Ängste des Partners wieder. So kann gesehen werden, was dem Legeergebnis zufolge einem Selbst und was dem Partner wichtig ist.
Wenn eine Kartenlegung gegensätzlich bewertet werden kann, steht man erst einmal vor einer kleinen Schwierigkeit. Wie ist das Ergebnis aufzufassen? Eher positiv oder eher negativ? Oder sollte man am besten beide Pole miteinander vereinen und eine Art Synthese bilden, die beide Sichtweisen beinhaltet? Eine pauschale Antwort gibt es darauf nicht, denn als Anwender ist man bei dieser Tarot Deutung ein wenig gefordert. Man hat selbst zu entscheiden, wie das gezogene Ergebnis im Einzelfall interpretiert wird. Ganz alleine gelassen wird dabei natürlich niemand. Als Orientierungshilfe sind für jede gelegte Karte zwei positive und zwei negative Sichtweisen angegeben.
Es bietet sich an, die Gedanken, Gefühle und inneren Bilder vor der Legung auf eine Frage, ein Problem oder beispielsweise die eigene Lebenslage zu richten. Ziel dieser Übung ist es, seinem Bewusstsein ein Signal zu senden, auf welchem Gebiet eine Antwort oder ein Hinweis benötigt wird.
Nachdem die Karte gezogen vor einem liegt, lässt sich die Interpretation abrufen. Diese besteht dann aus den bereits erwähnten positiven wie negativen Kartendeutungen. Sie vermitteln das gesamte Potenzial der Karte, wie sie in ihren Extremen interpretiert wird, also aus der völlig positiven wie völlig negativen Perspektive. Da die Welt aber meist nicht nur schwarz und weiß, sondern auch grau ist, hat man nun zu entscheiden, was davon für die individuelle Situation oder Frage wohl Gültigkeit besitzt. Die Antwort könnte sofort einleuchten, doch vielleicht ist es auch nötig, ein wenig darüber zu sinnieren.
Nicht selten bietet sich die treffende Interpretation erst auf den zweiten Blick an. Sie kann vom Verstand kommen, oder aus dem Bauch heraus. Und es sollte stets berücksichtigt werden, dass positive Gedanken Erwünschtes und negative Gedanken Unterwünschtes anziehen.
Selbst wenn sich für die eigene Situation ohne Zweifel mal die negativste aller Interpretationen ergibt, ist diese als Warnung zu verstehen und nicht als unabänderliche Zukunft oder starre gegenwärtige Tatsache. Ähnlich sieht es aus, wenn das gezogene Resultat die wundervollsten Entwicklungen in Aussicht stellt. Hier handelt es sich um eine Chance. Sie kann mit noch so hoher Wahrscheinlichkeit eintreten. Solange das Erwünschte nicht Wirklichkeit ist, sind auch andere Ausgänge denkbar. Denn eine Tarotdeutung sollte den Menschen dabei unterstützen, seine Wünsche zu realisieren und sich zu entfalten. Sie sollte weder Ängste noch Traumtänzerei fördern, sondern das Ziel eines erfüllten Lebens.